Römische Kleinstadt in Müllendorf entdeckt

Die 7. Klasse besuchte mit Frau Prof. Krammer die Ausgrabung in Müllendorf.

Nach der Begrüßung durch Frau Mag.a Fröhlich vom Landesmuseum führte der Institutsleiter für Urgeschichte der Universität Wien, Dr. Stuppner, die SchülerInnen durch das Grabungsgelände und gab detailreiche Informationen über den Ablauf von archäologischen Grabungen, die Ausbreitung des römischen vicus sowie Fundstücke, die bei der Grabung zu Tage kamen.

Bereits im 19. Jahrhundert wurden im Bereich des heutigen Friedhofs von Müllendorf Gräber aus der Römerzeit gefunden sowie eine römische Quelleinfassung in der Nähe der Kirche.

Als die Neue Eisenstädter Siedlungsgenossenschaft bei der Errichtung einer Wohnhausanlage auf römische Überreste stieß, wurden die Bauarbeiten sofort gestoppt. Nach einer Voruntersuchung des Geländes von Jänner bis April 2019, bei der Scherben u.a. Gegenstände entdeckt wurden, wird das Grundstück in den nächsten drei Jahren in drei Etappen und Abschnitten genauer untersucht. Das Grabungsgelände, das als „Lehrgrabung“ für Studierende dient, weist 2 Wohnviertel auf sowie ein Gebäude, das den zentralen Mittelpunkt des „vicus“ eingenommen hat, und eine Therme mit Mauern von 90 cm Stärke. In dieser Therme stießen die Archäologen auch auf die Überreste einer Hypokaustenheizung aus der Römerzeit.

Auf einen Siedlungsbrand im 3. Jahrhundert weist die rötliche Färbung des Fußbodens hin. Funde bestätigen eine Besiedlung des vicus bis ins 5. Jahrhundert, dann kam es erst im Hochmittelalter wieder zu Siedlungstätigkeit.

Die anwesenden Archäologiestudenten erklärten den SchülerInnen schließlich, wie die Dokumentation der Fundstücke erfolgt.

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